Traumverloren


Da diese Woche viel los war, war ich gestern Abend außerordentlich müde, so dass ich eingeschlafen bin, sobald ich daheim angekommen bin. Ehe man es sich versieht, erwischte ich mich plötzlich dabei, dass ich in der Wüste in der Dunkelheit der Nacht war.

Die Wüste war aber keine normale Wüste. Der Vollmond erhellte den perlweißen Wüstensand. Der Himmel war mit Schäfchenwolken übersät, dass ich die ganze Landschaft ausmachen konnte. Rundum war eine grenzenlose Hügellandschaft. Aber Augenblick! Auf wunderbare Art und Weise - nein - eher seltsamerweise, veränderten sich die Hügeln ständig, als ob sie wellenartige Strukturen waren. Aus dem Wüstensand emenierten auch irgendetwas lebende Kreaturen, die Seegurken ähnelten. In etwas fünf Sekunden entwickelten sie sich bis zu einem halben Meter hoch, und dann verschwunden sie.

Für eine Weile war ich über den ganzen Ausblick, auch umhüllt von der Ruhe der Wüste, erstaunt. Mir war nicht bewusst, dass ich in den dünnen Sand allmählich einsanken. Ich war nicht nur mitten im Nirgendwo, ich war auch mitten in einem großartigen Treibsand - meine Beine waren schon bis zu den Waden versunken!

Der einige Ausweg war zu Rennen. Rennen, rennen und rennen. Wohin, das wusste ich gar nicht. Ich musste weiter rennen, so dass ich von dieser gottverlassenen Wüste nicht geschluckt wurde. Gleichzeitig verdeckten die Wolken, die den Himmel bedrohlich wurden, so dass das Mondlicht jetzt ausging.

Jetzt war ich schon völlig erschöpft, im geistigen und körperlichen Sinne. Es gab keinen Ausweg. Meine Schritt wurden langsam, und ich stolperte und fiel letztendlich auf dem Sand. Was für eine Art zu Sterben, dachte ich.

Plötzlich hörte ich Schnurren. Ah nein, nicht noch eine weitere Seltsamkeit. Lieber Gott, bitte lass mich einfach in Ruhe sterben. Aber Momo? Bist das du, Momo? Momo, meine Katze! Aber was ist eigentlich los mit dir? Sie war sehr sehr groß, wie größ als ein Pferd. Darf ich mal auf dir reiten, Momo? Kannst du mich aus diesem gottvergessenen Drecknest erlösen? Mit letzter Kraft stieg ich auf Momos Rücken auf und langsam gingen wir weg. Wohin auch immer, es war mir egal. Oh Momo, ich verspreche dir, dass ich mich um dich besser kümmere! Das Letzte, woran ich mich erinnern konnte war, dass mein Gesicht in Momos Pelz versank.

Ihr feline Schnurren waren sehr beruhigend. Wo sind wir jetzt, Momo? Ich öffnete meine Augen und bemerkte, dass ich eigentlich nirgendwohin war! Ich blieb die ganze Zeit in meinem Bett, und Momo schlief die ganze Zeit ganz bequem auf meinem Gesicht.

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